Beitragsbild Kirchenjahr

FEST KREUZERHÖHUNG 14. SEPTEMBER
GEDENKTAG MARIA SCHMERZEN 15. SEPTEMBER

Foto Sr. M. Franziska ©: Pieta im Münster in Obermarchtal

„Der Ursprung dieses Festes liegt in der jährlichen Festoktav der Weihe der von Kaiser Konstantin beauftragten Kirchenanlage in Jerusalem an der Stätte, die als Ort von Kreuzigung und Grablegung Christi verehrt wird, der so genannten Grabeskirche. Diese aufwendig gestaltete Feier verbindet sich früh mit dem Gedächtnis der wunderbaren Auffindung des Wahren Kreuzes Christi, die der Legende nach der Kaisermutter Helena zu verdanken sei.“ So nachzulesen bei Wikipedia. Dieses Fest schafft also quasi eine historische Verbindung, zumindest der Legende nach, zum wahren Kreuz Christi. Wir Menschen sind so, dass wir gerne eine Verbindung zum historischen Kern eines Ereignisses haben möchten, auch im Glauben. – Doch was bedeutet dieses liturgische Gedenken „Kreuzerhöhung“ und „Mariä Schmerzen“ am Tag danach für uns als Christen? Zumal wenn die Ursprünge dieser liturgischen Feier im 4. Jahrhundert liegen. Mancherorts endet am 14. September der Wettersegen, der am 25. April, dem Fest des hl. Markus beginnt. Doch das hat mir Jahres- und Erntezeiten zutun. – Die beiden Putten in der Kirche von Obermarchtal öffnen uns den Vorhang zu einem beeindruckenden Bild des Glaubens: Maria unter dem Kreuz mit Jesus, dem Gekreuzigten, auf dem Schoß. Eine Pieta mit einem unglaublich beeindruckenden Gesichtsausdruck von Schmerz, Trauer, Enttäuschung über die Menschen – nur Wut und Rache fehlen – eingehüllt in viel Gold von Auferstehung und Herrlichkeit Gottes. Die Darstellung sagt etwas Einfaches: Eltern leiden mit ihren Kindern, unabhängig von Alter und Lebensphase. Und Gott leidet mit uns, aber er belässt es nicht dabei. Dafür steht das Kreuz Jesu, das zum Lebenszeichen geworden ist und Maria, die den Weg Jesus GANZ mitgegangen ist. Was für sie gilt, gilt für uns auch.

Sr. M. Franziska