Beitragsbild Gedanken zum ...

GEDANKEN UM FEBRUAR

Liebe Gläubige im Pfarrverband Ampfing,

Florian Regner, Pfarrer

„Da sind wir dabei, das ist prima, Viva Colonia, wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust, wir glauben an den lieben Gott und ham auch immer Durst.

Diese Zeilen aus einem der bekanntesten Faschingslieder beschreiben sehr gut, was für viele den Fasching ausmacht: ausgelassen mit anderen zusammen feiern, das Leben lieben und den Herrgott dabei nicht vergessen. Was viele aber nicht wissen ist, dass der Fasching von Anfang an „katholisch“ war. In protestantischen Gegenden wurde der Fasching deutlich weniger gefeiert und das ist bis heute so. Die großen Faschingshochburgen haben alle eine starke katholische Prägung: Venedig, Rio de Janeiro, Köln, Mainz, Düsseldorf oder Veitshöchheim bei Würzburg. Noch einmal ausgelassen feiern, in andere Rollen schlüpfen, bevor es dann in die Fastenzeit geht. Beides gehört zusammen und ergänzt sich so sinnvoll wie auf unserem Titelbild.

Im starken Kontrast zu Fasching steht das Bild der Asche: Vergänglichkeit, Tod, Buße und auch sich selbst Fehler und Schuld eingestehen. Das Sprichwort „Asche auf mein Haupt“ drückt aus, was an Aschermittwoch passiert. Sich wieder bewusst zu werden, dass wir alle keine Unschuldsengel sind und davon niemand ausgenommen ist. Auch der Papst empfängt wie jeder Gläubige das Aschenkreuz. Die Fastenzeit dient vor allem der Reinigung und Neuausrichtung der Seele, dass man dabei auch etwas für seinen Körper tut, ist ein schöner Nebeneffekt aber nicht das Hauptziel.

In diesem Sinne herzliche Einladung zu unseren Faschingsveranstaltungen und zu den Aschemittwochsgottesdiensten, denn wer katholisch ist kann beides: richtig feiern und Buße tun.