Beitragsbild Sonntagsimpulse

SONNTAGSIMPULS 04.02.2024

5. Sonntag im Jahreskreis

„… und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.“
Mk 1. 31

Lied
„Herr ich bin dein Eigentum“ – GL 435

Tagesgebet
Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns.  bitten wir durch Jesus Christus.

Evangelium Mk 1, 29–39
In jener Zeit 29ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. 30Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie 31und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. 32Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt 34und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. 35In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. 36Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, 37und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. 38Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. 39Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Foto © Sr. M. Franziska: Pieta in Obermarchtal (Detail)

Betrachtung
Wieder eine Heilungsgeschichte. Diesmal keine außergewöhnliche Krankheit. Auch die Heilung ist äußerste unspektakulär: ein Gespräch der anderen mit Jesus über sie und dann ein Händedruck und ein Aufrichten.  Das wars. – Es ist etwas, was wir alle tun können: mit Jesus über den oder die reden, denen es schlecht geht, egal warum. – Und dann: an der Hand fassen. Nicht: zu nahetreten, sondern eine wirkliche herzliche, warme menschliche Begegnung. Das richtet auf. Die Corona – Jahre, in denen wir Distanz halten und auf jeden Händedruck verzichten mussten, haben uns bewusst werden lassen, wie es sich anfühlt, wenn diese Art der menschlichen Nähe fehlt. – An der Hand fassen schafft Verbindung, hebt Isolation auf. Und auf einmal ist Jesus umgeben von Menschen, die alle seine Nähe spüren möchten, besonders da, wo es ihnen schlecht geht, wo sie leiden. – Die Nähe aufsuchen mit JEDEM Leid, egal, was es ist, das kann uns diese Geschichte lehren. Und Jesus geht überall hin, nicht nur an ausgesuchte Orte: dazu ist er gekommen: Überall die Dämonen auszutreiben, d.h. es geht nicht um irgendwelche Wesen, die ihr Unwesen treiben, sondern es geht schlicht um ALLES, was Menschen bedrängt und in Bedrängnis bringt. Dem tritt Jesus entgegen mit Nähe und Wärme.

Sr. Franziska v. Dohlen