Beitragsbild Kirchenjahr

HOCHFEST DES HEILIGEN JOSEF

19. März 2024

Foto © Sr. M. Franziska: Hl. Josef auf dem Josefsbrunnen, Plateau Kloster Zangberg

Der heilige Josef ist ein vertrauter Heiliger, hinreichend bekannt, jedenfalls in Bayern, viele tragen seinen Namen. Im Kirchenjahr hat er zwei Feste: am 19. März und am 01. Mai, Josef, der Arbeiter. Letzteres musste er in Bayern an seine Frau abtreten: Patrona Bavariae. – Womit wir beim Thema wären: wer ist er? Die Evangelien weisen ihn als Bräutigam Marias aus. Mit allen Konsequenzen, die der Gottessohn Jesus in diese geplante Ehe und Familie bringt. Sechs Tage später feiert die Kirche am 25.03., in diesem Jahr wegen der Karwoche verschoben, Maria Verkündigung, das „Hochfest der Verkündigung des Herrn“, genau 9 Monate vor Weihnachten, damit bringt dieser Jesus vom Start weg die ganze Familienplanung durcheinander. Gemäß dem Evangelium war Josef Zimmermann, was zur damaligen Zeit ein Bauhandwerker war, er war der Verlobte Marias und nach Matthäus wollte er sich zunächst von Maria trennen, als sich zeigte, dass sie ein Kind erwartete. Die Intervention des Engels im Traum, die ihm sagt, dass Maria vom Heiligen Geist empfangen hat, verhindert das. Von da an wird durch die ganze Kindheitsgeschichte als treuer Begleiter der Gottesmutter und des Jesuskindes geschildert. So machte ihn Papst Pius IX. 1870 zum Patron der Kirche. Es war in einer 1. Klasse. Ich wollte vor den Osterferien noch Tod und Auferstehung Jesu durchnehmen und packte meine Kinderbibel aus. Während ich anfing zu reden, schauten mich die Kinder plötzlich alle an und sagten: „Die Geschichte kennen wir schon aus dem Kindergarten, aber du hast gerade gesagt: Jesus war Gottes Sohn. – Wer war der Papa von Jesus? Was haben Maria und Josef gemacht? War Maria mit Gott verheiratet?“ – Jesus wird nicht müde von Gott als seinem Vater zu reden, Maria gibt ihr volles Jawort Gott und Josef hat seinen festen Platz in der Heilsgeschichte: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.“ Von Josef ist kein einziges Wort in den Evangelien überliefert. Er ist kein Macher, erst recht kein Worte – Macher, er ist ein Mann der Tat, der Treue und Liebe. – Es gibt verschiedene Sichtweisen auf biblische Texte, warum nicht auch den heiligen Josef verstehen als Patron aller Männer, die Kinder annehmen, die von ihnen sind und als Fürsprecher bei Gott in schwierigen Familienverhältnissen. – Das Fest des hl. Josef ist ein Hochfest wie die großen Marienfeste und die Herrenfeste.

Sr. Franziska v. Dohlen